Das HADES-Grafikmodul ist ein direkt in HADES integriertes Zusatzmodul zur Darstellung, Bearbeitung und Auswertung von Friedhofslageplänen (GIS – geografisches Informations-System), das speziell auf die Bedürfnisse von Friedhofsverwaltungen abgestimmt ist.

Durch einfach zu handhabende Funktionen ermöglicht das Grafikmodul auch dem nicht speziell für den GIS-/CAD-Bereich ausgebildeten Anwender, schnelle Übersichten und Auskünfte zu Belegungen zu geben, statistische Auswertungen per Mausklick zu machen oder eigenhändige Veränderungen bzw. Erweiterungen am Plan zu erledigen.

Denn im Gegensatz zu spezialisierten CAD-Verfahren, die oftmals über eine schier unübersichtliche Anzahl an Hilfsmitteln und vom „Otto-Normal-Anwender“ nicht benötigten Funktionen besitzen und damit völlig überladen sind, ist die Funktionalität des Grafikmoduls auf tatsächlich benötigte, sinnvolle Funktionen beschränkt, ohne dabei eingeschränkt zu sein!

Der digitale Friedhofslageplan

Auswahl der verschiedenen Ebenen (Layer)

Luftbild-Hinterlegungsmöglichkeit

Luftbild mit skalierbarer Transparenz

Verknüpfung zur Grabkartei

Assistent zur einmalig notwendigen Verknüpfung Grafik-Grab

Statistische Auswertungen

Visuelle und thematische Auswertungen nach verschiedensten Kriterien

Baumkataster

Führung eines Baumkasters und Platzierung von Urnen um Baumgräber

Drucken und Plotten

Ausdruck des Plans in verschiedenen Skalierungen, mit / ohne Legende

Zeichenfunktionalitäten

Vollständige Eigen-Bearbeitungsmöglichkeit des Plans

Update der Grafik

Import mit Assistent zur Platzierung von Nachvermessungen / Aktualisierungen

Grundlagen eines digitalen Friedhofsplans:

Als Basis für die Darstellung Ihres Friedhofslageplans dient grundsätzlich ein digital aufgenommener und maßstäblicher Plan. Dies kann entweder durch das Abdigitalisieren eines (guten) vorhandenen Papierplans geschehen oder durch eine Neuvermessung vor Ort – wahlweise terrestrisch, also am Boden durch eine klassische Vermessung oder photogrammetrisch, d.h. mit Unterstützung von Luft-bildaufnahmen, sofern vorhanden. Für alle Methoden haben wir die passenden Vermessungspartner, mit denen wir schon seit Jahren zusammenarbeiten und die Ihnen auch ein individuelles Angebot für Ihren Friedhof unterbreiten.

Theoretisch ist -je nach Friedhofsgröße- auch ein komplettes Selber-Zeichnen möglich. Fragen Sie uns nach den Möglichkeiten – wir beraten Sie gerne!

Das Grafikmodul kann dabei ganz individuell eingestellt werden – so können z.B. Farben, Bezeichnungen, Umrandungen etc. für alle Elemente nach eigenen Vorstellungen angepasst werden.

Weiterhin können per Mausklick wichtige Informationen wie z.B. eine Flächenbilanz ermittelt und anschließend in Excel weiter verarbeitet werden.

Flächenangaben können beispielsweise für Ausschreibungen oder zur Kalkulation benutzt werden.

Oder zeichnen Sie mittels der Designer-Funktionalität neue Grabreihen ein und ordnen diese gleich mit einer passenden Bezeichnung den jeweiligen Grabstätten zu.

Die umfassenden Möglichkeiten der HADES-Grafik sind vielfältig & nützlich…

Die Features des Grafikmoduls:

  • Assistent zur einmalig notwendigen Verknüpfung von Grafikobjekten zu den Karteikarten (Grabstellen)
  • bi-direktionale Anbindung an die HADES-Friedhofsverwaltung
  • Suchfunktionen für Grabstätten, Nutzungsberechtigte und Bestattete
  • statistische und visuelle Auswertung z.B. nach Nutzungsrechtablauf oder Grabarten
  • beliebiges Zoomen / Skalieren, Schieben, Drehen etc.
  • Flächenstatistiken inkl. qm-Angaben (z.B. für Ausschreibungen), Anzahl der jeweiligen Objekte sowie deren prozentuale Verteilung
  • Zeichenfunktion zur eigenhändigen Bearbeitung des Friedhofsplans
  • Import nachträglich aufgenommener Friedhofserweiterungen durch Vermessung
  • Drucken & Plotten von Friedhofslageplänen in verschiedenen Skalierungen
  • Führung eines Baumkatasters und Baumgräber
  • Hinterlegung von Luftbildern inkl. skalierbarer Transparenz
  • Urnenwände und Kolumbariums-Verwaltung
  • Anlage eigener Ebenen (auch zeitraumbezogen!) zur Friedhofsentwicklungsplanung
  • Drucken von Wegbeschreibungen
  • Platzierung aus Nachvermessungen / Ergänzungen – Mit der Funktion lassen sich ganze Teile des Lageplans, die z.B. nachvermessen und / oder zusätzlich erfasst wurden, in die bestehende Grafik anhand der Vergabe von Refrenzpunkten automatisch platzieren. Dabei wird der neue Bereich sogar automatisch rotiert und skaliert.
  • und vieles mehr…

Schnittstellen zu externen GIS-Verfahren

Neben der HADES-eigenen Grafik können selbstverständlich auch beliebige externe GIS-Verfahren über eine offene, bi-direktionale Schnittstelle an HADES angebunden werden. Grundsätzlich ist damit die Ansteuerung jedes externen GIS möglich.

Aus technischer Sicht funktioniert das folgendermaßen:

In HADES hat jedes Grab bzw. jede Grabstätte eine interne, eindeutige Ident-Nummer. Diese Nummer wird über einen entsprechenden Mechanismus mit einem Grafik-Objekt im GIS (z.B. ein Objekt der Art „Grab“ / Rechteck) fest verknüpft, sodass hierdurch eine eindeutige Beziehung zwischen Grab und Grafik-Objekt entsteht.

Wird in HADES nun ein Grab oder eine Grabstätte herausgesucht, wird die ID des Grabes und ggf. weitere Informationen an die Schnittstelle übertragen und das empfangende Verfahren muss lediglich auf diese Information entsprechend reagieren: das Grab-Objekt soll im GIS lokalisiert und angezeigt, ggf. herangezoomt werden.

Weiterhin können z.B. über einen Informations-Dialog die von der Schnittstelle übertragenen Daten („Attribute“) zum Grab-Objekt angezeigt werden; dies können bspw. das Nutzungsrecht, der Verstorbene und andere relevante Daten sein.

Ebenso kann das GIS über diese Informationen, sofern sie als Attribute zu den Grafik-Objekten gespeichert sind, visuelle Auswertungen über z.B. ablaufende Nutzungsrechte, Grabarten, freie Gräber etc. erstellen und anzeigen. Diese Funktionen sind ebenfalls verfahrensabhängig und es sollte beim Hersteller des GIS erfragt werden, ob es evtl. eine entsprechende, so genannte Fachschale für das Friedhofswesen gibt.

Umgekehrt kann HADES auf im GIS ausgewählte Objekte / Gräber reagieren und über die o.g. bi-direktionale Schnittstelle die passenden Grab-Karteikarten anzeigen.

Sollten Sie Fragen zu den Möglichkeiten der Anbindung an Ihr bestehendes GIS haben, kontaktieren Sie uns bitte – wir geben gern Auskunft über die Möglichkeiten und die Formate der GIS-Schnittstelle von HADES!